Auszeichnungen und sportliche Erfolge

Bereits als kleines Kind mit vier Jahren lernte Kilius Rollschuhlaufen. Mit 15½ Jahren wurde sie Rollkunstlauf-Weltmeisterin. Die jüngste deutsche Weltmeisterin aller Zeiten. Mit Franz Ningel wurde sie von 1955 bis 1957 deutsche Meisterin im Paar-Rollkunstlauf. Marika Kilius begann mit dem Eiskunstlauf zunächst als Einzelläuferin, wechselte dann jedoch früh zum Paarlauf. Franz Ningel wahr ihr erster Partner. Mit ihm wurde sie 1955 bis 1957 deutscher Meister im Paarlauf. Zusammen nahm das Paar dreimal an Europameisterschaften teil und gewann dort, in Budapest, Paris und Wien, jeweils die Bronzemedaille. Bei Weltmeisterschaften errangen Kilius und Ningel zwei Medaillen. 1956 in Garmisch Partenkirchen die Bronze und 1957 in Colorado Springs wurden sie Vizeweltmeister. Bei den Olympischen Spielen 1956 in Cortina d’Ampezzo verpassten sie als Vierte knapp das Podest. 1957 wechselte Kilius den Eiskunstlaufpartner und trat von nun an mit Hans-Jürgen Bäumler an. Mit ihm wurde sie in den Jahren 1958, 1959, 1963 und 1964 deutsch Meisterin im Paarlauf. Von 1959 bis 1964 wurden die zwei sechsmal in Folge Europameister. Ihre erste Weltmeisterschaftsmedaille gewannen sie 1959 mit Silber hinter den Kanadiern Barbara Wagner und Robert Paul. 1960 in errangen sie die Bronzemedaille. 1963 und 1964 wurden Kilius und Bäumler Weltmeister. Zusammen bestritten sie zwei Olympische Spiele. Sowohl 1960 in Squaw Valley wie auch 1964 in Innsbruck gewannen Kilus Bäumler die Silbermedaille. 1964 wurde ihnen die Medaille jedoch aberkannt, nachdem bekannt wurde, dass sie noch vor den Olympischen Spielen einen Profivertrag unterzeichnet hatten. Sie gaben die 1964er Medaillen 1966 an das IOC zurück. 1987 bekamen sie jedoch die Medaillen vom Internationalen IOC zurück und wurden vollständig rehabilitiert. 2011 wurde sie – zusammen mit Hans-Jürgen Bäumler – in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen.

Auszeichnungen

  • 1959 Sportlerin des Jahres (gewählt von der Sportmesse)
  • 1959 Sportlerin des Jahres (gewählt von der Öffentlichkeit)

Internationale sportliche Erfolge

  • 1955 Bronze in Budapest in Eiskunstlauf-Europameisterschaften für Paare
  • 1956 Bronze in Paris in Eiskunstlauf-Europameisterschaften für Paare
  • 1956 Bronze in Garmisch-Patenkirchen in Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften für Paare
  • 1956 4. Platz in Cortina Olympische Winterspiele für Paare
  • 1957 Bronze in Wien in Eiskunstlauf-Europameisterschaften für Paare
  • 1957 Silber in Colorado Springs in Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften für Paare
  • 1958 Weltmeisterin Rollkunstlauf Einzel
  • 1959 Gold in Davos in Eiskunstlauf-Europameisterschaften für Paare
  • 1959 Silber in Colorado Springs in Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften für Paare
  • 1960 Gold in Garmisch-Partenkirchen in Eiskunstlauf-Europameisterschaften für Paare

2011 Aufnahme in die Hall of Fame des deutschen Sports

  • Silbernes Lorbeerblatt
  • Goldenes Band der Sportpresse
  • 1960 Bronze in Vancouver in Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften für Paare
  • 1960 Silber in Squaw Valley Olympische Spiele für Paare
  • 1961 Gold in Berlin in Eiskunstlauf-Euromeisterschaften für Paare
  • 1962 Gold in Genf in Eiskunstlauf-Euromeisterschaften für Paare
  • 1963 Gold in Budapest in Eiskunstlauf-Euromeisterschaften für Paare
  • 1963 Gold in Cortina in Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften für Paare
  • 1964 Gold in Grenoble in Eiskunstlauf-Euromeisterschaften für Paare
  • 1964 Gold in Dortmund in Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften für Paare
  • 1964 Silber in Innsbruck in Olympische Spiele für Paare